aus: WN - Montag 12.6.2004

"Alltägliches Kreuz" nicht alltäglich

 
                      LÜDINGHAUSEN
Dicht gedrängt standen gestern   die   evangeli- schen Christen um ihr "neu- es" altes Kreuz im Stepha- nus-Gemeindezentrum.
Auch nach dem Gottesdienst wurden die Kirchgänger vom Kreuz magisch angezogen. Viele Geroeindeglieder nutz- ten an diesem Morgen die Gelegenheit, sich mit dem Künstler Ulrich Linhoff und seiner Interpretation des "alltäglichen Kreuzes" aus- einander zu setzen. Alltäglich ist das vom Lü- dinghauser Künstler gestal- tete christliche Symbol wahrlich nicht. Spielsachen, altes Werkzeug, Kleiderbü- gel, Holzlöffel, sogar eine Mausefalle und Teile einer alten Munitionskiste hat Ul- rich Linhoff in sein Kreuz eingearbeitet. So unter- schiedlich die Materialien auch sein mögen, sie alle sollen auch nach ihrem ei- gentlichen Gebrauch Zeug- nisse  über  die  unterschied-
lichen Bereiche des mensch- lichen Lebens liefern, ver- sprach die Einladung zum Fest-Gottesdienst.
Die Freude war Pfarrer Stephan Kreutz an diesem Morgen anzusehen: Immer- hin ist die Stephanus-Ge- meinde   jetzt   offiziell   "Ei-
gentümerin" dieser Kostbar- keit; aus der Dauerleihgabe ist eine Spende geworden. Musikalisch eingerahmt wurde der Morgen von Man- fred Schramm, der den Got- tesdienst und die anschlie- ßende kleine Feierstunde auf der Gitarre begleitete.    -hh-
Ulrich Linhoff erläutert die Symbolsprache des von ihm ge-schaffenen Kreuzes.