aus: Ruhr Nachrichten, 6 Juni 2004

Bilder voller
Geheimnisse

KuK - Ausstellung im Olfonium

Olfen - Zu einem "magischen Ort" für Künstler, Kreative und Liebhaber der modernen Malerei wurde am Sonntag das Olfonium, das um 11 Uhr aus allen Nähten zu platzen drohte. Der Grund dafür war die Vernissage mit Ulrich Lin- hoff, die auf Einladung des Kunst- und Kulturvereins (KuK) stattfand.
   Farbenfroh, intensiv, aber auch voller Rätsel und Ge- heimnisse gestalten sich seine Bilder. Auf seinen Reisen nach Spanien und Irland erhielt Ul- rich Linhoff die Inspiration für seine neuen Werke, die er in den letzten zwei Jahren in ei- ner Mischtechnik aus Gou- ache und Ölpastellkreide erar- beitet hat.
   Einige Besucher, die Linhoff kannten, schwärmten von sei- ner Ausdrucksstärke und sei- ner persönlichen Erfahrung, die er mit in die Bilder ein- bringt.
   "Magischer Ort", "Verlasse- ne Siedlung", "Eisregen und Gegenwind" oder "Rock of Cashel" gehören zu Titeln ei- ner Vielzahl von Werken, die es zu erkunden galt. Spürbar wurde, dass der größte Teil des Künstlerherzens der Male- rei gehört. Doch auch Skulp- turen, Grafiken und Zeich-
ungen hat Linhoff erstellt. Neben vielen Ausstellungen hat der Lüdinghauser auch für das Evangelische Gemeinde- zentrum in seiner Heimatstadt die Reliefgestaltung der Glo- cke übernommen und das Kir- chenfenster entworfen.
   Auf frischer Weise ver- stand es Kunsterzieher Klaus- Jürgen Böhme eine mit sehr viel Witz versehene Einfüh- rung in die magischen Werke des Künstlers zu geben. Den Betrachtern gab er mit auf den Weg: "Achten sie darauf, was in ihnen passiert. Treten sie ihre eigene Reise an."
   Doch bevor es losging, wur- den die Kunstliebhaber von Filipe Mejia-Restrepo aus Ko- lumbien, der in Münster stu- diert, auf der Gitarre mit "Fan- tasy" in sieben Sätzen von Malcolm Arnold entführt. Me- lodien zu Nachdenken und Träumen stimmten auf die neu zu erkundende Welt des Betrachters ein.
   Mit einem Gläschen Sekt wurden die Besucher von den KuK- Aktiven auf die Reise ge- schickt. Der Vorsitzende Franz Frye freute sich über das große Interesse und das volle Haus, das bis zum 10. September "Magische Orte" ausstellt. em